Ein Zaun, der nicht schützt oder das Märchen vom Herdenschutz

Auf der Peer Alm in Navis, Tirol, sollte ein vermeintlich wolfssicherer Zaun für Sicherheit sorgen. Eifrig haben zahlreiche Helfer unzählige Stunden investiert, um diesen Schutz zu errichten. Der Materialeinsatz war enorm und auch finanziell wurde ein hoher Preis gezahlt. Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Der Zaun hat seinen Zweck NICHT erfüllt!

Trotz aller Mühen ist der Wolf in dieser Woche eingedrungen und hat mehrere Schafe gerissen sowie andere extrem schwer verletzt. Wo bleibt der Schutz, den uns diese sogenannten wolfssicheren Zäune versprochen haben? Die Realität zeigt, dass es sich bei diesen Zäunen lediglich um ein Geschäftsmodell handelt, das letztendlich nicht funktioniert!

Die Verzweiflung der Almwirte und Tierhalter ist verständlich. Sie haben alles versucht, um ihre Tiere zu schützen, nur um dann erleben zu müssen, dass all ihre Anstrengungen vergeblich waren. Was bringt es, wenn man einen Zaun errichtet, der sich gegen die Raubtiere als nutzlos erweist? Solche Vorfälle werfen immer wieder die Frage auf: Wie lange sollen wir noch zusehen und abwarten, während unsere Tiere qualvoll leiden?

Die Rückkehr des Wolfs in unsere Alpenregion ist nicht nur ein ökologisches Thema, sondern beeinflusst auch die lokale Landwirtschaft und das Leben vieler Menschen. Es ist höchste Zeit, über alternative Lösungen nachzudenken. Ein ganzjähriger Abschuss der großen Beutegreifer ist die EINZIGE Möglichkeit, um endlich für Sicherheit zu sorgen und die Existenzgrundlage der Almwirte und ihrer Tiere zu schützen.

Das Video mit dem Alminger Christian Löffler und dem Bericht über den mühsamen Aufbau des Zauns verdeutlicht eindringlich, wie frustrierend und sinnlos diese Maßnahmen erscheinen, wenn die Realität ganz anders aussieht.

Noch schlimmer ist die Situation auf den Almen im Hochgebirge, dort ist aufgrund der Topographie des Geländes, das Aufstellen eines Zaunes so gut wie unmöglich.

Der Wolf und der Bär haben 24 Stunden am Tag Zeit um zu unseren Nutztieren zu gelangen und diese im Blutrausch zu reißen.

Es wird Zeit, dass wir diese Raubtiere ganzjährig bejagen und das nicht erst nach dem Erlass einer Verordnung, sondern sobald wir sie sehen bzw. sie unsere Nutztiere bedrohen.

Stefan Brugger

Obmann der Weidezone Tirol